Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Kontakt:

ASTRA Infrastrukturfiliale Thun

Tel. 058 468 24 00

thun@astra.admin.ch

Informationsbroschüre

Umgestaltung Anschluss Wankdorf

Die Umgestaltung des Anschlusses Bern-Wankdorf ist eine von ver­schiedenen Mass­nahmen, die der Bund plant, um den Verkehrs­fluss und die Sicher­heit auf den Strassen im Gross­raum Bern zu optimieren. Die Mass­nahmen sind nötig, um das wachsende Verkehrs­aufkommen auf den National­strassen mittel­fristig bewältigen zu können und um den Ausweich­verkehr auf dem unter­geordneten Strassen­netz mit all seinen negativen Auswirkungen zu minimieren.

Die Umgestaltung ist eine zwingende Voraus­setzung, damit die geplanten Engpass­beseitigungs­projekte im Raum Bern inkl. Stadt­reparatur überhaupt umgesetzt werden können. Zudem spielt sie eine wichtige Rolle bei der weiteren Erschliessung des Entwicklungsschwerpunktes (ESP) Wankdorf.

Ein wichtiges Thema ist auch die Sicherheit: Durch die Ent­flechtung der ver­schiedenen Verkehrs­beziehungen und Verkehrs­träger wird die Sicher­heit auf dem Knoten, der heute als Unfallschwerpunkt gilt, entscheidend optimiert.

Der Verkehrsknoten beim Anschluss Wankdorf Am Knoten beim Anschluss Wankdorf fehlen heute attraktive Verbindungen für Fussgänger und Velofahrer.

Seit Jahren angedacht – jetzt aktuell

Die ersten Pläne für die Umgestaltung des Anschlusses Wankdorf wurden schon in Zusammen­hang mit dem Um­bau der Wankdorf­kreuzung präsentiert. Schon damals war klar, dass der Anschluss dereinst eben­falls umgestaltet werden muss.

Nun wird das Projekt konkret. Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat in Zusammen­arbeit mit Stadt und Kanton ein sogenanntes Ausführungs­projekt ausgearbeitet. Das Projekt sieht neue, kreis­förmige Rampen von und zur A6 vor sowie den Bau separater Langsamverkehrsverbindungen.

Der Knoten wird entwirrt

Der Verkehrsknoten beim Anschluss Wankdorf ist sehr komplex. Es treffen viele verschiedene Verkehrs­beziehungen aufeinander. Zudem ist das Verkehrs­aufkommen hoch. Es fehlen aber die nötigen Rückstau­räume, der Verkehr kann somit kaum dosiert werden. Um die Situation zu verbessern, ist der Bau einer kreis­förmigen Kreuzung geplant – es ist kein Kreisel, aber die Rampen werden kreis­förmig angelegt. Diese Anordnung ermöglicht eine Ent­flechtung der verschiedenen Verkehrs­ströme und auch eine bessere Dosierung des Verkehrs.

Plan Anschluss WankdorfPlan Anschluss Wankdorf

Der Plan zeigt den Anschluss mit den neuen Langsamverkehrs­verbindungen und verschiedenen Strassen in der Umgebung. Die kreis­förmig angelegten Rampen ermöglichen die Ent­flechtung der Verkehrs­ströme und ein ziel­gerichtetes Verkehrsmanagement.

Ein grosses Augenmerk im Projekt gilt dem Langsamverkehr. Heute fehlen sichere, leistungs­fähige Langsamverkehrs­verbindungen. Insbesondere für Velo­fahrende ist es schwierig, sich auf dem Anschluss­knoten mit seinen komplexen Verkehrs­beziehungen zu behaupten. Es bestehen zahl­reiche Konflikt­punkte, die kaum mehr optimiert werden können. Auch zu Fuss ist das Über­queren des Knotens heute höchst unattraktiv. Wer z.B. von der Grossen Allmend Richtung Schermen­areal spazieren will, muss durch dunkle Unter­führungen gehen und dabei auch einen veritablen "Ampelmarathon" absolvieren.

Für den Langsamverkehr soll deshalb der Knoten massiv aufgewertet werden. Es wird eine neue Langsamverkehrs­verbindung zwischen den Allmenden und dem Schermen­areal gebaut, welche auch an die wichtigen über­regionalen Velorouten angebunden wird.

Die neue Brücke wird das Aus­sehen des Knotens prägen. Um dieser Tat­sache gebührend Rechnung zu tragen, wurde der Projekt­verfasser im Rahmen eines Architektur­wettbewerbs bestimmt. Gewonnen hat das Projekt "Sinus" der IG Conzett Bronzini Partner AG / Diggelmann + Partner AG aus Chur/Bern. Das Projekt sieht eine bogen­förmige, mehr­teilige Brücke vor, die die verschiedenen Fuss- und Velowege und damit auch die Erholungsräume miteinander verbindet.

Attraktive Verbindung: Die neue Langsamverkehrs­brücke führt die Erholungsräume auf den Allmenden zusammen.

Velofahrende werden aber künftig nicht komplett vom Schermenweg verbannt. Vielmehr erhalten Sie mehrere Möglichkeiten.

Freizeitvelofahrende und Familien können den Knoten auf den neuen Langsamverkehrs­verbindungen so weit als möglich ausser­halb des motorisierten Verkehrs überqueren.

Wer möchte, darf mit seinem Velo weiter­hin auf dem Schermen­weg fahren. Auf dem neu gestalteten Schermen­weg werden entweder Velo­spuren oder abgetrennte Velowege angelegt.

Direktverbindung weiterhin möglich: Wer mit seinem Velo auf dem Schermen­weg bleiben möchte, erhält neue Velo­streifen und strecken­weise sogar eigene, abgetrennte Wege.

Genehmigungsverfahren

Das Projekt ist in enger Zusammen­arbeit mit Kanton und Gemeinden ausgearbeitet worden. Der Bundesrat hat das Generelle Projekt im Juli 2020 genehmigt. Auch das Ausführungs­projekt (konkretisierte Planung jedes einzelnen Bau­werks und Elements) wurde bereits erarbeitet. Nun befindet sich das Projekt im Plangenehmigungs­verfahren. Nach Vorliegen aller nötigen Genehmi­gungen wird die Reali­sierung vor­bereitet und gestartet. Die ersten Bau­arbeiten können nach heutigem Stand ca. im Jahr 2026 beginnen. Dies hängt auch vom weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens ab.